Antrag zur IGS in Bramsche

Sehr geehrte Frau Landrätin,

die Entscheidung, ab dem Schuljahr 2015/2016 eine IGS im Nordkreis – konkret in Bramsche – zu errichten, sah bislang eine IGS ohne eigene Oberstufe vor. Im Jahr 2019 wurde vom Schulträger, dem Landkreis Osnabrück, ein Neubau für einen größeren Oberstufenbedarf in Bramsche auf dem Schulgelände errichtet.

Wir beantragen, dass sich der Landkreis Osnabrück als Schulträger der IGS in Bramsche und des Greselius-Gymnasiums in enger Abstimmung mit dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) dafür einsetzt, dass am Standort Bramsche die bestehende Oberstufe so geführt wird, dass eine innovative Oberstufe entsteht, die allen Schülerinnen und Schülern, die sie nach dem Sekundarbereich I gemeinsam und gleichberechtigt besuchen, ein möglichst großes Profil- und Kursangebot macht.

Dafür ist weiterhin eine verbindliche Vereinbarung aller betroffenen Schulen über eine nachhaltige und langfristige Kooperation im Sinne des Niedersächsischen Schulgesetzes anzustreben.

Wir bitten die betroffenen Schulen in diesem Sinne unter schulfachlicher Beteiligung des RLSB und Beratung des Schulträgers gemeinsam ein Konzept zu entwickeln, das allen Schülerinnen und Schülern gerecht wird und das in Bramsche am Schulstandort Malgartener Straße langfristig ein attraktives Oberstufenangebot sichert.

Das zu erarbeitende Konzept soll u. a. ein Übergangsmanagement, die Planung der Profil- und Kursangebote, einen möglichen Austausch von Lehrkräften im Zuge von regelmäßigen Abordnungen, aber auch die geplante Raumnutzung beinhalten. Ebenso sollen Verantwortlichkeiten und Verfahren zum regelmäßigen Austausch formuliert werden. Das erstellte Konzept soll der Politik im Bildungsausschuss vorgelegt werden.

Begründung:

Wir unterstützen ausdrücklich den Wunsch der Gesamtschule in Bramsche (IGS), ihren Schülerinnen und Schülern, die in den Sekundarbereich II wechseln, ein Oberstufenangebot vor Ort zu machen. 

Wir möchten aber zugleich allen Schülerinnen und Schülern an diesem Schulstandort ein qualitativ hochwertiges Oberstufenangebot mit einem differenzierten und breiten Profil- und Kursangebot machen und dieses langfristig sichern.

Die derzeitige Situation ist für alle nicht zufriedenstellend. Der Schulfrieden wird durch konkurrierende Planungen bereits jetzt massiv gestört, darunter leiden Lehrende und Lernende.

Eine Kooperation der beiden in direkter Nachbarschaft liegenden Bildungseinrichtungen in Trägerschaft des Landkreises Osnabrück (und darüber hinaus z. B. mit benachbarten Real- und Oberschulen) ist deshalb langfristig zielführend und dient nicht nur der Standortsicherung der Schulen, sondern bietet auch den Schülerinnen und Schülern in Bramsche und Umgebung ein attraktives Oberstufenangebot, das dauerhaft zu stabilen und steigenden Schülerzahlen in der Oberstufe führen kann.

Maren Guth
Matthias Seestern-Pauly